Am Rande des Böhmischen Dorfes in ehemals Deutsch-Rixdorf, unweit der
Karl-Marx-Straße, liegt die alte Rixdorfer Dorfschmiede.
Das denkmalgeschützte Ensemble aus Arbeitsplatz
"Schmiede" und einem altem Wohnhaus am Rande des Böhmischen Dorfes,
welches im Jahre 1737 durch Ansiedlung böhmischer Flüchtlinge seinen Namen und
seine Bedeutung erlangte, wurde erstmalig im Jahre 1624 in seiner handwerklichen
Urbedeutung als Schmiede urkundlich erwähnt. Einst arbeiteten in diesem Betrieb
8 Handwerker.
Als im Jahre 1911 aufgrund des Abrisses von
Nachbargebäuden auf dem alten Dorfanger auch der Abriss der Schmiede drohte,
geriet die Institution schnell in Vergessenheit und wurde erst im Jahre 1965
nach Instandsetzungsarbeiten wieder in den Blickwinkel der Öffentlichkeit
gerückt.
Seit dem Jahre 1985 werden die Räumlichkeiten der "alten" Schmiede für den schon
fast legendären Rixdorfer Weihnachtsmarkt genutzt.
Im August 2004 wird Frau
Gabriele Sawitzki, Geschäftsführerin und technische Leiterin eines
Fachbetriebes
für design-orientierten Metallbau, nach 380 Jahren erste weibliche
Mieterin der Rixdorfer Schmiede und übernimmt mit ihrer Unterschrift unter
den Mietvertrag die Herrschaft über das Feuer.